Bewegung, die das Wasser trägt
Wassergymnastik nutzt die zwei Eigenschaften des Wassers, die an Land nicht zu haben sind: Der Auftrieb nimmt den Gelenken einen Großteil des Körpergewichts ab, und der Wasserwiderstand macht jede Bewegung gleichzeitig zur sanften Kraftübung. Das Ergebnis ist ein Training, das fordert, ohne zu stauchen — weshalb die Bewegung im Wasser seit jeher zur Kur- und Rehabilitationstradition gehört und in den Kneipp-Programmen fester Baustein ist.
Von der Kur zur Aquafitness
Die klassische Wassergymnastik ist ruhig und geführt: Mobilisation, Dehnung, Kräftigung im brusttiefen, angenehm warmen Wasser — im Kur-Kontext oft ärztlich verordnet und von Therapeut:innen geleitet. Die sportliche Schwester heißt Aquafitness: schnellere Programme von Aqua-Aerobic bis Aqua-Cycling, bei denen der Wasserwiderstand für erstaunlich fordernde Einheiten sorgt — mit einem Puls, der niedriger bleibt, als sich die Anstrengung anfühlt.
Für wen sich das Wasser lohnt
Für fast alle — aber besonders für Menschen mit Gelenk- und Rückenthemen, höherem Körpergewicht oder nach Verletzungen, denen Training an Land schwerfällt: Im Wasser gelingt Bewegung, die draußen schmerzt. Auch als Ergänzung im Wellnessurlaub hat die Wassergymnastik ihren Platz — als aktivierender Programmpunkt zwischen Spa-Ruhe und Abendmenü, ohne Muskelkater-Rechnung am nächsten Tag.
Im Wellnesshotel
Viele Häuser führen Wassergymnastik im täglichen Aktivprogramm — vom Mooshof im Bayerischen Wald bis zu den Kneipp-Programmen des Sonnenhofs in Bad Wörishofen, wo die Bewegung im Wasser zur ärztlich gerahmten Kur gehört. Mitmachen kostet nichts außer Überwindung um zehn Uhr morgens; danach fühlt sich der Spa-Tag verdient an.



