Was ist ein Rhassoul?
Das Rhassoul (auch Rasul geschrieben) ist ein orientalisches Zeremonienbad, dessen Name von der gleichnamigen marokkanischen Lava-Heilerde stammt — „Ghassoul", gewonnen am Rand des Atlasgebirges und seit Jahrhunderten Bestandteil der Hammam-Pflegekultur. Im Wellness-Kontext bezeichnet Rhassoul ein eigenes Dampfbad-Ritual: Man trägt mineralische Erdpasten auf den Körper auf und lässt sie in ansteigendem, feucht-warmem Dampf einwirken.
Der Ablauf
Im Rhassoul-Raum — meist eine gekachelte Kuppelkammer mit Sitzplätzen — werden unterschiedliche Erden für Körper, Gesicht und gegebenenfalls Haar aufgetragen. Dann steigt der Dampf in Stufen an, die Erde trocknet zunächst an und wird durch die Feuchtigkeit wieder geschmeidig; nach 20 bis 40 Minuten wird sie unter der warmen Dusche oder traditionell mit einem feinen Regen aus der Decke abgewaschen. Viele Häuser schließen mit einer Öl-Pflege ab.
Wirkung der Heilerde
Die mineralische Erde bindet Talg und abgestorbene Hautschüppchen und wirkt wie ein sehr sanftes, großflächiges Peeling — die Haut fühlt sich danach charakteristisch glatt und „neu" an. In Kombination mit dem Dampf öffnet und reinigt das Ritual gründlich, bleibt dabei aber deutlich milder als mechanische Peelings; auch empfindliche Haut verträgt es in der Regel gut.
Rhassoul im Wellnesshotel
Rhassoul wird fast immer als buchbares Privat-Ritual angeboten — klassisch für zwei Personen, was es zu einem der beliebtesten Paar-Formate der Hotel-Spas macht: gemeinsames Einschlämmen inklusive Lachgarantie, dann stiller Dampf. Das LindenSpa des Spa & GolfResorts Weimarer Land etwa führt ein orientalisches Rhassoul-Bad für zwei im Behandlungsprogramm.



