Floating

Was ist Floating?

Floating ist das Baden in so hochkonzentrierter Sole, dass der Körper von allein an der Oberfläche schwebt — die Salzkonzentration liegt bei rund 25 Prozent und damit in der Größenordnung des Toten Meeres. Das Wasser ist exakt auf Hauttemperatur um 35 °C eingestellt; nach wenigen Minuten verschwimmt die Grenze zwischen Körper und Wasser, und es bleibt: Schweben.

Tank oder Becken

Die intensivste Form ist der Floating-Tank: eine geschlossene, licht- und schallisolierte Kabine, in der äußere Reize fast vollständig wegfallen — entwickelt in den 1950er-Jahren in der Forschung zur Reizreduktion. Die zugänglichere Form ist das offene Floating-Becken, oft mit gedämpftem Licht und Unterwassermusik — weniger radikal, dafür auch für Menschen geeignet, denen die geschlossene Kabine zu eng ist.

Wirkung

Der getragene Körper muss nichts halten: Muskulatur und Gelenke entlasten vollständig, besonders Rücken und Nacken — weshalb Floating bei Verspannungen geschätzt wird. Die Reizarmut führt viele in einen Zustand tiefer Ruhe zwischen Wachen und Schlaf; die Sole tut nebenbei, was Sole tut, und pflegt die Haut. Eine Session dauert klassisch 45 bis 60 Minuten — die ersten zehn Minuten gehören dem Ankommen.

Floating im Wellnesshotel

Floating-Becken und -Tanks finden sich in spezialisierten Floating-Studios und zunehmend in größeren Spa-Landschaften; verwandt ist das Schweben im stark salzhaltigen Solebecken mancher Thermen — weniger inszeniert, aber demselben Prinzip folgend. Wer Floating zum ersten Mal probiert, wählt das offene Becken und einen Termin ohne Zeitdruck: Die Tiefe der Entspannung kommt mit der Wiederholung.

Häufige Fragen

Kann man beim Floating untergehen?

Praktisch nicht — bei rund 25 Prozent Salzgehalt trägt das Wasser den Körper von allein, auch im völlig entspannten Zustand. Die Kunst ist eher, das Loslassen zuzulassen: Wer aufhört, sich zu halten, schwebt am besten.

Ist der geschlossene Tank etwas für mich?

Wer Enge oder völlige Dunkelheit als unangenehm kennt, beginnt im offenen Floating-Becken — die Entspannungswirkung ist auch dort erheblich. Tanks lassen sich zudem meist mit geöffneter Tür, Licht oder Musik fahren; die Reizreduktion ist einstellbar, kein Alles-oder-Nichts.

Wie lange dauert eine Floating-Session?

Üblich sind 45 bis 60 Minuten. Die ersten Minuten gehören dem Ankommen und der Position (ein Nackenkissen hilft Einsteigern); die eigentliche Tiefenentspannung stellt sich meist ab der zweiten Hälfte ein — und wird mit jeder Wiederholung schneller erreicht.

Was unterscheidet Floating vom Solebad?

Die Konzentration und die Stille: Ein Solebad in der Therme liegt meist bei wenigen Prozent Salzgehalt und ist Teil des Badebetriebs; Floating arbeitet mit gesättigter Sole um 25 Prozent in einer bewusst reizarmen Umgebung. Das eine ist Baden mit Auftrieb, das andere Schweben als Zustand.

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