Denken wir an den nächsten Wellnessurlaub, fällt vielen zuerst eines ein: die Sauna — eine der ältesten und bewährtesten Entspannungsmethoden. Regelmäßige Saunagänge lockern die Muskulatur, fördern die Durchblutung und gelten als Training für Herz-Kreislauf-System und Immunabwehr. Worin sich die einzelnen Saunaarten unterscheiden, ist vor allem eine Frage von Hitze und Luftfeuchtigkeit.
Hier ein kleiner Einblick in die verbreitetsten Saunaarten — mit ihren wesentlichen Unterschieden und Vorzügen.
Vorab das Wichtigste: Hören Sie beim Saunieren auf Ihren Körper und folgen Sie seinen Signalen. Sollte Ihnen schwindelig werden oder Sie sich unwohl fühlen, verlassen Sie die Sauna, kühlen sich ab und suchen am besten einen Ruheraum auf.

Finnische Sauna
Die für viele „klassische" Sauna ist die finnische Sauna: im Prinzip ein vollständig mit Holz ausgekleideter Raum, beheizt durch einen Elektro- oder Holzofen. Sie zeichnet sich durch hohe Temperaturen von 80–100 Grad bei geringer Luftfeuchtigkeit von nur 10–30 % aus. Für den charakteristischen Hitzeschub sorgt der Aufguss — klassischerweise ohne ätherische Öle und meist zum Ende des Saunagangs. In Finnland und Russland klopft man sich zusätzlich mit Birkenzweigen ab, was die Blutzirkulation anregt. Empfohlen wird, die Sauna nach 10–20 Minuten zu verlassen und eine Abkühlphase einzulegen — idealerweise zwei- bis dreimal wiederholt. Die für die finnische Sauna typische Kombination aus kräftiger Hitze und niedriger Luftfeuchtigkeit fordert den Kreislauf und bringt den Körper gründlich ins Schwitzen. Vorsicht ist dennoch geboten: Bei Erkrankungen des Herzens oder Kreislaufs, anderen Vorerkrankungen oder einer Erkältung sollte der Saunabesuch vorher ärztlich abgeklärt werden.

Biosauna
Deutlich kühler, feuchter und damit auch für Einsteiger geeignet ist die Biosauna. Ihre Temperatur beträgt lediglich 45–60 Grad, die relative Luftfeuchtigkeit erreicht gelegentlich 100 %, liegt in der Regel aber bei 45–55 %. Aromatische Aufgüsse sind hier typisch, dank der milden Temperatur aber kein Muss. Der Biosauna wird ein wohltuender Effekt auf Haut und allgemeines Wohlbefinden nachgesagt; durch die geringere Belastung ist sie leichter für den Kreislauf, sodass keine strengen Pausen nötig sind. Den Aufenthalt sollte man dennoch nicht über 45 Minuten ausdehnen.

Infrarotsauna
Ebenso bekannt wie beliebt ist die Infrarotsauna bzw. -kabine. Sie ist nicht so anstrengend für den Kreislauf wie die ersten beiden Varianten: Statt feuchter Hitze erzeugen Infrarotstrahlen eine Wärme von 35–50 Grad — eine sogenannte Tiefenwärme, die den Körper von innen nach außen erwärmt und so das Schwitzen anregt. Aufgüsse gibt es hier keine. Geschätzt wird die Infrarotkabine vor allem für die Förderung der Durchblutung; klassisch zum Einsatz kommt sie auch bei Muskelverspannungen und Gelenkbeschwerden.
