6. Februar 2013

Urlaub und Wellness im Bayerischen Wald

Wer „Bayerischer Wald" hört, denkt zuerst an raue Natur: dunkle Tannen, Granitgipfel, einsame Hochmoore. Wellness ist nicht das erste Wort, das einem in den Sinn kommt — und genau darin liegt der Reiz. Zwischen Deutschlands erstem Nationalpark und einer der dichtesten Wellnesshotel-Landschaften des Landes liegt nämlich nur ein kurzer Weg. Wir zeigen, warum sich der Bayerische Wald zu jeder Jahreszeit für eine Auszeit lohnt.

Bayerischer Wald
Der Bayerische Wald bei Zell. (Bild: Matthias Süß, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons)

Das größte Waldgebiet Mitteleuropas

Der Bayerische Wald bildet zusammen mit dem angrenzenden Böhmerwald (Šumava) auf tschechischer Seite das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas — rund 6.000 Quadratkilometer Wald, Moor und Bergmischwald. Sein Herzstück ist der Nationalpark Bayerischer Wald, 1970 als erster Nationalpark Deutschlands gegründet. Hier gilt das Prinzip „Natur Natur sein lassen": ein Urwald von morgen, in dem Luchs, Auerhuhn und Schwarzstorch wieder heimisch sind.

Wellness im Land der Wälder

Dass eine so rauwüchsige Landschaft und ausgiebige Erholung kein Widerspruch sind, beweisen die Wellnesshotels der Region. Saunalandschaften mit Blick ins Grüne, Schwimmbäder, Massagen und Beauty-Anwendungen treffen hier auf bodenständige Gastlichkeit und Waldluft vor der Tür. Viele Häuser bündeln ihre Anwendungen zu mehrtägigen Wellness-Arrangements — der Wald liefert die Kulisse, das Spa die Erholung.

Zu jeder Jahreszeit

Im Winter wird der Große Arber (1.456 m), der höchste Berg der Region, zum „König des Bayerischen Waldes": schneesichere Loipen, Lifte und Abfahrten für Ski und Langlauf. Im Sommer öffnet sich ein dichtes, gut beschildertes Wandernetz über die Berge und durch die Wälder, dazu Mountainbike-Strecken und stille Seen zum Rudern und Kanufahren. Frühling und Herbst gehören den Genießern: ruhige Wege, klare Luft und Wellnesstage ohne Hochbetrieb.

Der längste Baumwipfelpfad der Welt

Ein Höhepunkt für Familien liegt in Neuschönau: Der dortige Baumwipfelpfad ist mit 1.300 Metern der längste der Welt. Barrierearm steigt er in die Kronen von Fichten, Tannen und Buchen, bevor er in einem 44 Meter hohen „Baumturm" gipfelt — von oben reicht der Blick bei klarer Sicht bis zu den Alpen. Der Pfad verbindet das Tierfreigelände des Nationalparks, in dem Wölfe, Bären und Luchse zu beobachten sind, mit dem Besucherzentrum.

Glas, Burgen und Genuss

Den Bayerischen Wald prägt eine jahrhundertealte Glasmacher-Tradition — entlang der „Glasstraße" laden Hütten, Museen und Manufakturen zum Zuschauen und Mitmachen ein. Freilichtmuseen halten das alte Dorfleben lebendig, Burgen wie Falkenstein thronen über den Tälern, und in den Gasthäusern wird bodenständig und regional aufgetischt. Wer Stadt sucht, fährt an die Donau nach Passau, der „Dreiflüssestadt" mit barocker Altstadt und Dom.

Wellnesshotels im Bayerischen Wald

Die Bandbreite reicht vom familiären Landhaus bis zum großen Spa-Resort. Welche Häuser wir in der Region empfehlen, zeigt unsere Regionsseite Bayerischer Wald — vom Paar-Landhaus bis zum Resort mit weitläufiger Saunalandschaft.

Quellen & zum Weiterlesen

Häufige Fragen

Ist der Bayerische Wald ein gutes Wellnessziel?

Ja — gerade der Kontrast macht den Reiz aus. Auf engem Raum treffen Deutschlands erster Nationalpark und eine der dichtesten Wellnesshotel-Landschaften des Landes aufeinander. Saunalandschaften, Schwimmbäder und Anwendungen verbinden sich mit Waldluft, Ruhe und bodenständiger Gastlichkeit.

Wann ist die beste Reisezeit für den Bayerischen Wald?

Die Region lohnt sich ganzjährig. Im Winter locken Ski und Langlauf rund um den Großen Arber, im Sommer Wandern, Mountainbiken und Baden an den Seen. Frühling und Herbst sind ideal für ruhige Wellnesstage ohne Hochbetrieb.

Was sollte man im Bayerischen Wald unternehmen?

Den Nationalpark mit seinem Tierfreigelände, den 1.300 Meter langen Baumwipfelpfad in Neuschönau (den längsten der Welt), eine Wanderung auf den Großen Arber, die Glasstraße mit ihren Hütten und Manufakturen sowie einen Abstecher in die Dreiflüssestadt Passau.

Was macht den Nationalpark Bayerischer Wald besonders?

Er wurde 1970 als erster Nationalpark Deutschlands gegründet und folgt dem Leitsatz „Natur Natur sein lassen": Der Wald darf sich frei entwickeln. Zusammen mit dem tschechischen Šumava bildet er das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas — Heimat von Luchs, Auerhuhn und Schwarzstorch.

Wie kommt man in den Bayerischen Wald?

Mit dem Auto über die A3 (Richtung Deggendorf/Regen) oder die A92, mit der Bahn bis Plattling oder Zwiesel und weiter mit der Waldbahn in die Ferienorte. Die nächsten größeren Flughäfen sind München und Nürnberg. Vor Ort lohnt sich die GUTi-Gästekarte, mit der Übernachtungsgäste Busse und Bahnen der Region kostenlos nutzen.