Sommerzeit ist Urlaubszeit — und es muss nicht immer der Strand oder die Städtetour sein. Mehr denn je sind Wellnessurlaube gefragt: einfach raus aus dem Alltag und dem Stress, weg von Job, Pflichten und To-do-Listen. Am Starnberger See lässt sich diese Auszeit besonders schön mit Natur und Kultur verbinden.

Im Wellnessurlaub tankt man Kraft, lässt los und bringt Körper und Geist wieder in Einklang. Gerade die Häuser in Oberbayern setzen auf besondere Massagen und Gesichtsbehandlungen, auf eine gesunde, ausgewogene Küche und auf ein durchdachtes Freizeitangebot an der frischen Luft. Am Starnberger See lassen sich so Erholung, Natur und Geschichte zu einem Familienurlaub verbinden.
Ankommen am Ostufer
Die Seehotels am Ostufer liegen oft direkt am Wasser — und der Urlaub beginnt tatsächlich schon bei der Anreise, mit dem ersten Blick auf den See. Von mancher Sonnenterrasse aus könnte man beinahe hineinspringen; beim Frühstück mit Blick aufs Wasser und das Westufer beginnt der Tag von selbst entspannt. Im Sommer beobachtet man Surfer, Segler und Schwimmer, und wer früh aufsteht, sieht die Fischer bei ihrem Tagwerk. Die Umgebung lädt zu ausgedehnten Radtouren am Ufer oder hinauf ins Oberland ein.
Für Ungeübte lohnt es sich, den Weg vorab zu prüfen und auf Steigungen zu achten: Direkt am See ist es meist flach, fährt man aber ins Landesinnere, kann durchaus eine Berg- und Talfahrt daraus werden. Wer mit dem Auto anreist, unternimmt gern Ausflüge in die schöne Altstadt von Bad Tölz, besichtigt die Wieskirche (für die sich ein ganzer Tag lohnt) oder wandelt auf den Spuren König Ludwigs II.
Nahe dem Ufer ragt bei Berg ein schlichtes Kreuz aus dem Wasser, das die Stelle markiert, an der König Ludwig II. am 13. Juni 1886 tot aufgefunden wurde — die Umstände sind bis heute ungeklärt. Mit einem der Dampfer lassen sich große und kleine Runden über den See drehen; an den Anlegestellen lohnt das Aussteigen, um die Seegemeinden zu erkunden. Tutzing wartet mit Schloss und altem Friedhof auf, Bernried mit dem Buchheim-Museum. Und in Possenhofen und Feldafing kommt man Kaiserin Elisabeth näher: Die als „Sisi" verklärte Habsburgerin verbrachte ihre Kindheit auf Schloss Possenhofen am See, woran heute ein eigenes Museum erinnert.
